Aktuelles

Mitgliederversammlung wählt Vorstand

Die Mitgliederversammlung des Ärzteverbandes Baden-Württemberg hat am 5. April 2017 für weitere drei Jahre den Vorstand bestätigt bzw. neu gewählt. Unsere Vorsitzende Brigitte Joggerst, sowie die stellvertretende Vorsitzende Karlin Stark und die Schriftführerin Antje Haack-Erdmann sind mit großer Mehrheit bestätigt worden, Christoph Bauer rückt als Schatzmeister für Bernhard Kiß nach, der nicht mehr kandidiert hatte.

Brigitte Joggerst dankte dem scheidenden Schatzmeister Bernhard Kiß herzlich für die langjährige engagierte Tätigkeit als Hüter der Finanzen und überreichte ihm ein kleines  Präsent als Dankeschön. (Leider wurde dieser denkwürdige Moment nicht im Bild festgehalten)

Auf dem Bild präsentiert sich der neue Vorstand:

Von links: Brigitte Joggerst, Karlin Stark, Christoph Bauer und Antje Haack-Erdmann

Fortbildung zur Interkulturellen Kompetenz im ÖGD und Mitgliederversammlung 2017 im LGA

Die Fortbildung am Vormittag behandelte das Thema: Interkulturelle Kompetenz im ÖGD, wir konnten Herrn Diplom-Psychologen Prof. Jan Kizilhan als Referenten gewinnen. (Es gab drei Fortbildungs-Punkte von der Ärztekammer.)

Hier ist der Einladungs-Flyer.

Herr Dipl. Psych. Prof. Jan Kizilhan beim Vortrag "Interkulturelle Kompetenz im ÖGD"

Stellungnahme zur Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie

Die Vorsitzende Dr. Brigitte Joggerst hat für den Verband eine Stellungnahme zur Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie gemäß § 20f SGB V im Land Baden-Württemberg verfasst.

Die Stellungnahme finden Mitglieder im internen Teil. Wenn Sie Probleme mit dem Zugang haben kann Ihnen Herr Walter aus Aalen weiterhelfen. (klaus.Walter (at) ostalbkreis.de)

Das Gesundheitsamt in fünf Stunden

Medizinstudent Tim Söhnlein

Das Gesundheitsamt in fünf Stunden - Eindrücke und Erfahrungen von einem Kurzpraktikum im Gesundheitsamt des Ostalbkreises

Es ist acht Uhr morgens und der Medizinstudent Tim Söhnlein betritt das erste Mal in seinem Leben ein Gesundheitsamt. Zu seinem Studium an der Universität in Leipzig gehört auch ein eintägiges, obligatorisches Praktikum zur Erkundung von Berufsmöglichkeiten für Mediziner außerhalb der traditionellen Gebiete wie Praxis oder Krankenhaus.

In den zurückliegenden Semesterferien war der Student aus Westhausen mit der Bitte um einen Praktikumsplatz an den Dezernenten des Gesundheitsamts des Ostalbkreises, Dr. Klaus Walter, herangetreten. Gerne war dieser bereit, in den von der Universität festgesetzten fünf Praktikumsstunden Tim Söhnlein interessante Einblicke in die umfangreichen Aufgabengebiete eines Gesundheitsamtes zu ermöglichen. So wurde der Famulus von ihm in den Räumen des Geschäftsbereichs Gesundheit des Landratsamts in Aalen freundlich begrüßt und bei einem ersten Rundgang den Kollegen vorgestellt.

Ein perfekt eingerichteter Zeitplan ermöglichte es dem Studenten, an einem Vormittag in alle drei Abteilungen des Amts hinein zu schnuppern. So durfte er zu Beginn bei der ärztlichen Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz für eine Förderschulgruppe an-wesend sein. Dann hospitierte der Praktikant beim amtsärztlichen Dienst, der sich an diesem Vormittag unter anderem mit einem Formulargutachten auf gesetzlicher Grundlage beschäftigte, bei dem es in einem persönlichen Gespräch um die Abklärung einer Behinderung ging. Der Bereich Jugend- und Zahngesundheit ermöglichte dem Famulus anschließend erste Einblicke in die Vorgehensweise der Einschulungsuntersuchungen. Seit 2015 fällt auch die erste ärztliche Inaugenscheinnahme von Flüchtlingen in der LEA in die Zuständigkeit des Gesundheitsamts. Eine Amtsärztin fuhr mit Tim Söhnlein zu einem Termin nach Ellwangen. Dort wurde ihm der Ablauf der ärztlichen Untersuchungen sowie die Röntgenabteilung erklärt. Ein begleiteter Rundgang über das Gelände der Landeserstaufnahmestelle rundete das Bild ab.

Rückblickend erinnert sich Tim Söhnlein an sein großes Erstaunen über die unglaubliche Menge von ärztlichen Aufgaben, die ein Gesundheitsamt abdecken muss. Zudem hat ihn das gute und konzentrierte Arbeitsklima unter den Kollegen des Gesundheitsamts beeindruckt. Er selbst sieht sich als Arzt eher im Tätigkeitsfeld eines Krankenhauses, möchte aber nach seinen rundum positiven Praktikumserfahrungen für die Zukunft auch den „Arbeitsplatz Gesundheitsamt“ nicht gänzlich ausschließen.

Öffentliche Ausschreibung KHK-Stiftungspreis 2017

Die Prof. K.H. Knoll-Krankenhaus-Hygiene-Kongress-Stiftung (KHK-Stiftung) schreibt für das Jahr 2017 einen Stiftungspreis von 7.000,-- € aus. Der Preis ist bei Bedarf teilbar. Prämiert werden innovative Arbeiten zur Verbesserung der Hygiene in Gesundheitseinrichtungen. Arbeiten aus den Jahren 2013 bis 2016 können eingereicht werden.

Informationen zum KHK-Stiftungspreis: Der Stiftungspreis 2017 ist mit einem Geldbetrag von 7.000,-- Euro versehen und kann bei gleichwertigen Arbeiten geteilt werden. Er wird beim BVÖGD-Bundeskongress in München 2017 verliehen. Die Bewerbung um den KHK-Stiftungspreis erfolgt durch Einreichung einer Dissertation, Diplomarbeit oder einer sonstigen Veröffentlichung, die in den Jahren 2013 bis 2016 erfolgte, oder einer noch nicht veröffentlichten Arbeit aus allen Fachdisziplinen zur Hygiene in Gesundheitseinrichtungen.

Einreichungen bitte bis 15.12.2016 per e-Mail. Kontakt für Antrag und weitere Infos: Dr. Klaus Walter, Aalen, Stiftungsvorsitzender, Dezernent für Gesundheit, Telefon: 07361 503 1150, e-Mail: klaus.walter(at)ostalbkreis.de

Der Link zu Ausschreibung auf der Seite http://khk-stiftung.de

http://khk-stiftung.de/derstiftungspreis/ausschrstiftungspreis/index.html

Länder wollen ÖGD stärken

Die Gesundheitsministerkonferenz appeliert an die Kommunen:
Der Öffentliche Gesundheitsdienst soll ein besseres Image und die Ärztinnen und Ärzte bessere Gehälter bekommen. 

Wir sind gespannt, ob dieser Appell - es ist ja nicht der erste - gehört und befolgt wird.

So zu lesen im Deutschen Ärzteblatt Jg. 113, Heft 27-28, 11. Juli 2016.

Herzlichen Dank - Bundeskongress Reutlingen erfolgreich beendet

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte mich auf diesem Weg bei allen bedanken, die den 66. Wissenschaftlichen Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG in Reutlingen vom 28.-30. April 2016 unterstützt haben.

Er lief prima, ich habe noch nie eine fachlich so gute Eröffnungsveranstaltung erlebt. Auch die anderen Schwerpunkte (NS-Zeit, Flüchtlinge quer durch alle Fachgruppen) waren gut und für die tägliche Arbeit sehr hilfreich. Wir haben uns über guten Besuch aus dem Sozialministerium sehr gefreut, zahlreiche Vertreter haben Frau Ministerin Altpeter begleitet.

Hier finden Sie die Rede von Frau Ministerin Katrin Altpeter.

Ein paar Highlights aus dem Ländle:

  • Das Poster "Erfahrungen beim Aufbau der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen in Baden-Württemberg" von Klaus Walter hat den ersten Posterpreis bekommen! Glückwunsch nach Aalen. Hier ist das Poster.
  • Gottfried Roller ist als Nachfolger von Winfried Straub in den Bundesvorstand gewählt worden; er ist Schriftführer. Damit ist Baden-Württemberg wieder auf Bundesebene vertreten. Glückwunsch nach Reutlingen und danke für die Übernahme dieser Aufgabe.
  • 21 von 83 Vorträgen des Kongresses stammen aus Baden-Württemberg;
    außerdem 31 von 75 Postern.

Herzliche Grüße
Brigitte Joggerst, Vorsitzende 

Falls jemand das Programheft anschauen will, hier geht's zum Download.

Ministerin Katrin Altpeter mit Karlin Stark und Brigitte Joggerst bei der Eröffnung

Justinus Kerner-Medaille 2016 an Edith Herzog und Dr. Klaus Walter

Von links: P.-J. Oertel, K. Walter, E. Herzog, U. Teichert (Vorsitzende BVÖGD), B. Joggerst

Bei der Mitgliederversammlung 2016 des Ärzteverbandes Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg wurde die Justinus Kerner-Medaille verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die der baden-württembergische Ärzteverband vergeben kann. Geehrt wurden Frau Edith Herzog und Herr Dr. Klaus Walter. Beide sind im Gesundheitsamt Ostalbkreis in Aalen tätig, als Dezernent für Gesundheit bzw. als Dezernats-Sekretärin. Die LaudatorInnen würdigten das große Engagement beider für den ÖGD auf Landes- und Bundesebene als perfektes Team, das die Entwicklung des Ärzteverbandes über fast zwanzig Jahre vorangetrieben hatte und so über viele Jahre die Geschicke des ÖGD geleitet und begleitet hatte.

Man merkte der Bundesvorsitzenden Dr. Ute Teichert und Laudatorin von Edith Herzog an, dass sie an gemeinsam organisierte Kongresse und Veranstaltungen mit Freude zurückdachte. Als herausragend beschreibt sie die organisatorischen Fähigkeiten von Edith Herzog, ihre verlässlichen Planungen und deren perfekte Umsetzung. Ihr Einsatz für den Bundeskongress im Jahr 2000 in Schwäbisch Gmünd ist unvergessen und gerade in diesem Jahr, in dem der Kongress nach 16 Jahren wieder nach Baden-Württemberg zurückkehrt, der besonderen Anerkennung wert. Während der Zeit des Bundesvorsitzes war sie die Ansprechpartnerin für die Landesverbände, bei der alle Fäden zusammenliefen.

„Die Medaille, die Du oft selbst verliehen hast, kommt heute wie ein Bumerang zu Dir zurück!"
Dr. Peter-Joachim Oertel hält als langjähriger Wegbegleiter die Laudatio auf Klaus Walter. Nach dem Studium in Freiburg bis 1981 trat Walter 1983 in den öffentlichen Gesundheitsdienst im Gesundheitsamt Karlsruhe ein, absolvierte 1985 den Amtsarztkurs in München, 1987 die Führungsakademie Baden-Württemberg und leitet seit 1989 das Gesundheitsamt in Aalen. In der Zeit von 1993 bis 2001 und von 2011 bis 2014 war er Vorsitzender des Landesverbandes und leitete den Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. von 2001 bis 2010. Er vertrat die Interessen der „Ärzte im Öffentlichen Dienst" als stellv. Vorsitzender im Ausschuss der Bundesärztekammer, ist Mitglied im Beirat in verschiedener Zeitschriften und unersetzlicher Gestalter der verbandseigenen Homepage.

Vieles musste neu strukturiert und aufgebaut werden. Hierfür war Klaus Walter der richtige Mann, pragmatisch und zielorientiert. Unter anderem ist sein herausragendes Engagement in der Gremienarbeit zu nennen. Man kennt ihn als ausgleichende und einigende Person, dabei neuen Entwicklungen gegenüber immer aufgeschlossen (stellvertretend sei hier sein Eintreten für die Telemedizin genannt) und in jede Richtung gesprächsbereit. Auch die Umstrukturierung des Ärzteverbandes fällt in seine Amtszeit. Oertel schließt mit den Worten: „Habe Dank für Deine Arbeit, aber denke nicht, dass Du dem ÖGD nun den Rücken zukehren kannst. Denn auch jetzt steht wieder ein Richtungswechsel an, bei dem wir auf Deinen Rat und Deine Begleitung angewiesen sind."

Die Justinus Kerner-Medaille wurde in diesem Jahr zweimal vergeben, für ein zusammen unschlagbares, sich gegenseitig ergänzendes Gespann für seine Verdienste um den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg.

3. Landesgesundheitskonferenz Baden-Württemberg am 15. Oktober 2015 in Fellbach

Die Vorsitzende Dr. Brigitte Joggerst hat an der Landesgesundheitskonferenz als Vertreterin des ÖGD teilgenommen.

Ministerin Altpeter gab im Rahmen des „Zukunftsplan Gesundheit“ Infos zu allge-meinen Themen, Fortschritt Gesundheitsleitbild, Gesundheitsdialog, Gesetzesprojekte, zu den Modellprojekten sektorenübergreifende Versorgung in Reutlingen, Biberach, Ravensburg sowie zum gemeinsamen Projekt Ärzteversorgung im Schwarzwald-Baar-Kreis, in Rottweil und Tuttlingen.

In der Diskussion wurde auf die Dringlichkeit bei der der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge hingewiesen, Frau Dr. Vierheilig kündigte intensive Gespräche mit RKI, ÖGD, Ärzteschaft in Kürze an. Weitere Themen waren das Präventionsgesetz, das von Herrn Dr. Wuthe vorgestellt wurde.

Weitere Infos dazu finden Sie im Mitgliederbereich.

Dr. Karlin Stark ist neue Leiterin des Landesgesundheitsamtes

Dr. Karlin Stark ist neue Leiterin des Landesgesundheitsamtes im Regierungspräsidium Stuttgart
 
Ministerialdirektor Jürgen Lämmle und Regierungspräsident Johannes Schmalzl würdigen die Verdienste des ausgeschiedenen Leiters Prof. Dr. Günter Schmolz


Zum 1. Juli übernimmt die bisherige Leiterin des Gesundheitsamts des Landkreises Heilbronn, Dr. Karlin Stark, die Leitung des Landesgesundheitsamts (LGA). Sie tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Günter Schmolz an, der bereits zu Jahresbeginn ausschied. Das Landesgesundheitsamt ist beim Regierungspräsidium Stuttgart angesiedelt, hat aber landesweite Zuständigkeiten. Dazu gehören: Als fachlich-wissenschaftliche Leitstelle für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg ist das Landesgesundheitsamt Drehscheibe zwischen Gesundheitspolitik, Gesundheitsbehörden und Wissenschaft. Hinzu kommen die Aufgaben des Landesarztes für behinderte Menschen, des Staatlichen Gewerbearztes und des Landesprüfungsamtes für Medizin und Pharmazie und das Approbationswesen.

„Mit Prof. Dr. Günter Schmolz verliert das Landesgesundheitsamt eine eindrückliche Persönlichkeit, der die Zukunftsfähigkeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) am Herzen lag. In über neunjähriger Amtszeit brachten Sie vielfältige Erfahrungen im öffentlichen Gesundheitswesen mit Tatkraft und Ausdauer in den Reformprozess, ausgelöst durch Anforderungen des demografischen Wandels und neu entstandene Erwartungen an den Standortfaktor Gesundheit, ein“, betonte Ministerialdirektor Jürgen Lämmle. „Mein persönlicher Dank und der des Sozialministeriums gilt der geleisteten Arbeit und Ihrem Engagement insbesondere auch für den Ausbau des Gesundheitsschutzes und die Qualifizierung der Beschäftigten im ÖGD durch neue Fortbildungsangebote wie beispielsweise die Etablierung einer Weiterbildung zum Amtsarzt auch in Baden-Württemberg.“

In seiner Würdigung von Prof. Dr. Schmolz verwies Regierungspräsident Johannes Schmalzl auf die gelungene Integration des Landesgesundheitsamtes in das Regierungspräsidium Stuttgart. Durch die Verwaltungsreform in Baden-Württemberg war die ehemals eigenständige Landesbehörde im Geschäftsbereich des Sozialministeriums 2005 in die Mittelbehörde eingegliedert worden. „Sie haben den Spagat, dem Sozialministerium und dem Regierungspräsidium Stuttgart gerecht zu werden, mit Bravour bewältigt und es geschafft, Synergiepotenziale in der Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen im Regierungspräsidium frühzeitig zu erkennen. Für die erfolgreiche und konstruktive Arbeit danke ich Ihnen sehr und wünsche Ihnen für Ihren Ruhestand alles Gute und vor allem eine lang anhaltende Gesundheit.“

Ab heute steht Dr. Karlin Stark an der Spitze des LGA und wird so zur Leiterin der Abteilung 9 des Regierungspräsidiums Stuttgart. Nach Abschluss des Medizinstudiums und der Promotion an der Universität Ulm begann ihre berufliche Laufbahn zunächst am Uniklinikum Ulm. Danach sammelte in Auslanderfahrungen in mehreren Krankenhäusern Englands in den Bereichen Chirurgie, Geriatrie, Pädiatrie und Innere Medizin. Zurück in Deutschland und Baden-Württemberg trat sie im März 1994 in den Öffentlichen Gesundheitsdienst ein: Zunächst im Gesundheitsamt Heidenheim tätig, wechselte sie im Januar 1998 zum Gesundheitsamt Ulm/Alb-Donau-Kreis und schließlich ab September 2004 in das Gesundheitsamt des Landratsamtes Heilbronn. Dort erfolgte 2008 die Bestellung zur Leiterin des Gesundheitsamtes.

Karlin Stark ist Fachärztin im öffentlichen Gesundheitswesen und verfügt über Weiterbildungen in den Bereichen „Naturheilverfahren“, „Sozialmedizin“, „Umweltmedizin“ und demnächst auch „Medizinhygiene“.

MD Lämmle überreichte Karlin Stark die Ernennungsurkunde, verbunden mit einem Glückwunsch zur neuen Aufgabe, dem Wunsch eines guten Starts und der Hoffnung, dass sie sich schnell im neuen Umfeld zu Recht findet. „Sie bringen mit ihrer langjährigen Berufserfahrung beste Voraussetzungen mit, den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg auf neue Herausforderungen einzustellen und durch enge Kooperation zwischen Landes- und kommunaler Ebene attraktiv und zukunftsorientiert zu gestalten.“

Regierungspräsident Johannes  Schmalzl verwies auf das vielfältige Aufgabenspektrum des LGA, das landesweit die Themen Gesundheitsförderung/gesundheitsbezogene Prävention, Infektions- und umweltbezogener Gesundheitsschutz sowie Gesundheitsplanung und -berichterstattung umfasst. „In der Abteilung Landesgesundheitsamt haben Sie es mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tun, die ihre Aufgaben kompetent und hoch motiviert erledigen. Dazu beglückwünsche ich Sie ganz besonders.“

„Zukunft der kommunalen Krankenhäuser“

Informationen von der Veranstaltung von Landkreistag Baden-Württemberg und ver.di am 23.01.2015 in Leinfelden-Echterdingen

Anlass für die Veranstaltung ist die problematische finanzielle Situation, in der sich viele, auch kommunale, Krankenhäuser befinden. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hatte im Dezember 2014 ein Eckpunktepapier zur Krankenhausreform vorgelegt. Die Veranstaltung in Leinfelden-Echterdingen war hochrangig besetzt, neben Frau Sozialministerin Katrin Altpeter sprachen Frau Annette Widmann-Mauz, Staatssekretärin im BMG, Herr Landrat Thomas Reumann, Vorsitzender der deutschen Krankenhausgesellschaft, Frau Irene Gölz von ver.di sowie Vertreter von Krankenkassen und Kliniken.

Herr Landrat Thomas Reumann aus Reutlingen wies darauf hin, dass in 271 Krankenhäusern in Baden-Württemberg, von denen 50% kommunal sind, jährlich 2 Millionen Patienten stationär versorgt werden. Jedes zweite Krankenhaus schreibe rote Zahlen.

Frau Sozialministerin Katrin Altpeter sagte, die Landesregierung steht zu ihrer Verantwortung für die Krankenhausinvestitionen und habe die Fördermittel um 35 Prozent erhöht! Die Ministerin sagte, dass: „Seit dem Regierungswechsel 2011 hat die Landesregierung die Fördermittel für die Krankenhausinvestitionen erheblich gesteigert: Von 337 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 440 Mio. Euro in diesem und 455 Mio. Euro im kommenden Jahr. Eine Steigerung um 35 Prozent! Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige stationäre Versorgung überall im Land gewährleistet ist.“ Altpeter warnte aber davor, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. „Die Krankenhauslandschaft ist ständig im Fluss. Deshalb brauchen wir auch weiterhin mutige Entscheidungen zur Weiterentwicklung der stationären Strukturen.“ Fusionen, Standortverlagerungen, auch die Schließung einzelner Standorte dürften kein Tabu sein, wenn es im Interesse der Patientinnen und Patienten darum ginge, langfristig eine gut erreichbare Grundversorgung einerseits und Hochleistungsmedizin an ausgewählten Standorten andererseits zu gewährleisten.

Wer weitere Informationen benötigt, kann sich gerne an Brigitte Joggerst wenden.

Antrittsbesuch bei Ministerin Katrin Altpeter MdL

Vorstellung unserer neuen Verbandsvorsitzenden Dr. Brigitte Joggerst

Bei schönstem Stuttgarter Oktoberwetter traf sich eine Delegation des Vorstandes mit Frau Ministerin Altpeter in den Räumen des Landtags am 15.10.2014. Zwischen Plenarsitzung und Presseinterview stellte sie sich eine Stunde lang unseren Fragen zur Zukunft des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD).

Brigitte Joggerst stellte die Sorge um den ärztlichen Nachwuchs des ÖGD dar. Sie machte deutlich, dass beim gegenwärtigen Wettbewerb um Ärzte und Ärztinnen der ÖGD ohne eine tarifliche Gehaltanpassung zukünftig große Probleme haben wird, seine Stellen mit qualifiziertem Personal zu besetzen, besonders auch in ländlichen Landkreisen. Die meisten der im ÖGD beschäftigten Ärztinnen und Ärzte sind zwischen 50 und 59 Jahre alt und werden demnächst ausscheiden. Dann entsteht eine Personallücke, die sich ohne finanzielle Anpassung an die Gehälter an die in Krankenhäusern tätigen Ärztinnen und Ärzte nicht schließen lassen wird, zumal eine Besetzung mit Berufsanfängern aus fachlichen Gründen nicht möglich ist.  

Die Ministerin wurde informiert, dass der Ärzteverband seine Mitglieder nicht nur in gewerkschaftlicher Hinsicht vertritt, sondern sich auch als Plattform für Austausch und Fortbildung in fachlicher Hinsicht sieht. Wir haben über die beabsichtigte Reduzierung des Umfangs des amtsärztlichen Dienstes gesprochen. Wenn auch voraussichtlich in Baden- Württemberg die Einstellungsuntersuchungen durch Änderung der Verwaltungsvorschrift in naher Zukunft wegfallen werden, so muss der ÖGD auf geänderte gesellschaftliche Veränderungen flexibel reagieren können. Jüngste Beispiele stellen die stark gestiegenen Begutachtungsaufträge im Ausländerrecht und im Beihilferecht dar. Wir konnten deutlich machen, dass mit einer wesentlichen Reduktion der Auftragseingänge auch künftig nicht zu rechnen sein wird. 

Frau Ministerin Altpeter sieht im ÖGD einen wesentlichen Bestandteil der staatlichen Daseinsvorsorge und einen wichtigen Partner in der Gesundheitsfürsorge der Bevölkerung.

Sie betont, dass sie insbesondere die Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit des ÖGD für ausgesprochen wichtig hält. Unter dem Eindruck der Ebola- Epidemie in Westafrika und den notwendigen Vorsorgemaßnahmen bei uns haben wir über die wichtige Rolle des ÖGD im Bereich des Infektionsschutzes gesprochen. Wir konnten die Notwendigkeit einer einheitlichen Pressearbeit der Gesundheitsämter in diesem Zusammenhang verdeutlichen und sind mit unserer Bitte nach abgestimmten Vorlagen aus dem Ministerium auf offene Ohren gestoßen.

Frau Ministerin Katrin Altpeter sagte die persönliche Unterstützung des im April 2016 in Reutlingen stattfindenden ÖGD- Bundeskongresses zu. Sie freut sich auf die Gelegenheit, die Gesundheitsstrategie des Landes mit den Schwerpunkten Gesundheitskonferenz, Gesundheitsleitbild und Bürgerbeteiligung auf Bundesebene vorstellen zu können und stellte auch eine Beteiligung an den Unkosten in Aussicht.

In entspannter Atmosphäre führten wir ein insgesamt aufschlussreiches und interessantes Gespräch. So blieb uns am Ende ein „Frau Ministerin, wir danken für das Gespräch“, bevor sie zum nächsten Termin eilte.

Dr. Antje Haack-Erdmann, Schriftführerin, Künzelsau, den 16.10.2014

Antje Haack-Erdmann, Brigitte Joggerst, Frau Ministerin Katrin Altpeter und Karlin Stark

Wahl des Hauptpersonalrats im Sozialministerium

Dr. Brigitte Joggerst in den HPR gewählt 

Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Ämtern und aus dem Sozialministerium haben gewählt. Aus dem BBW-Wahlvorschlag wurden Frau Dr. Brigitte Joggerst und Herr Eberhard Strayle gewählt, Herr Strayle ist stellvertretender Vorsitzende des HPR und zugleich Sprecher der Gruppe der Beamten. Stellvertreter im HPR ist u.a. Dr. Klaus Walter, somit haben wir auch künftig die Möglichkeit, uns für die Belange des ÖGD im Hauptpersonalrat einzusetzen.

Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Wahl dieses Ergebnis möglich gemacht haben!

Dr. Brigitte Joggerst neue Vorsitzende

Dr. Brigitte Joggerst

Frau Dr. Brigitte Joggerst (Karlsruhe) ist neue Vorsitzende des Ärzteverbandes Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg

Bei der Mitgliederversammlung am 7. April 2014 stellte sich der bisherige Vorsitzende Dr. Klaus Walter nicht mehr zur Wahl. Als seine Nachfolgerin wählte die Versammlung Frau Dr. Brigitte Joggerst aus Karlsruhe. Die stellvertretende Vorsitzende Dr. Karlin Stark, die Schriftführerin Dr. Antje Haack-Erdmann und der Schatzmeister Dr. Bernhard Kiß wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.