Aktuelles

Der Landkreistag Baden-Württemberg fordert mehr Unterstützung für die Gesundheitsämter - Positionspapier „Stärkung des ÖGD – jetzt!"

Landkreistag fordert mehr Unterstützung für Gesundheitsämter
Hauptgeschäftsführer Trumpp: "Die im Koalitionsvertrag versprochene Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes muss im Doppelhaushalt 2018/19 angegangen werden!“

Im Gesundheitsystem sollen die Gesundheitsämter dafür sorgen, dass die Menschen vom Babyalter bis in das hohe Alter fit und gesund bleiben und die Politik mit neutraler Beratung unterstützen. Der Landkreistag fordert, dass der Nachwuchsmangel bei den Ärzten angegangen wird und die ärztliche Weiterbildung in Baden-Württemberg im Sinne einer "School of Public Health" gefördert werden soll.     

Stuttgart, 17. Juli 2017:
„Die Herausforderungen für die Gesundheitsämter sind in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg, Prof. Eberhard Trumpp, heute in Stuttgart. „So nehmen Infektionskrankheiten erkennbar zu. Beispielsweise kehrt infolge der Globalisierung die Tuberkulose zurück; der Klimawandel wiederum fördert die Ausbreitung von Hantaviren und anderen Krankheitserregern. Um das Infektionsgeschehen sicher im Griff zu behalten, ist es daher dringend geboten, dass das Land die Gesundheitsämter unterstützt und stärkt“, betonte Eberhard Trumpp.  
 . . . .

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreistag Baden-Württemberg unter dem Motto „Stärkung des ÖGD – jetzt!“ insgesamt zwölf Vorschläge zur Stärkung, Unterstützung und Fortentwicklung des Öffentliches Gesundheitsdienstes in Baden-Württemberg vorgelegt. Die Vertretung der baden-württembergischen Landkreise knüpft damit unmittelbar an den Koalitionsvertrag zwischen Grünen und CDU Baden-Württemberg an, der sich ausdrücklich für die Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ausspricht.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

Hier finden Sie das Positionspapier „Stärkung des ÖGD – jetzt!

- Zwölf Vorschläge des Landkreistags zur Stärkung, Unterstützung und Fortentwicklung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in Baden-Württemberg“

KHK-Stiftungspreis an Stefan Brockmann

Beim gemeinsamen Bundeskongress von BVÖGD, BZÖG, LGL und GHUP in München wurde am 5. Mai 2017 der Stiftungspreis 2017 der KHK-Stiftung an Stefan Brockmann aus Reutlingen verliehen. Er erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit über die Untersuchung und Beschreibung von FSME-Erkrankungen, die sich in Baden-Württemberg über Ziegenrohmilch mit FSME angesteckt hatten.

Stefan Brockmann ist Arzt und leitet die Abteilung Gesundheitsschutz am Gesundheitsamt in Reutlingen.

Der Infektionsweg über Lebensmittel ist zwar in der Literatur für östliche Länder in Einzelfällen beschrieben, hatte aber in Deutschland bisher keine Bedeutung, da es keine nachgewiesenen Fälle gab.

Der Vorsitzende der KHK-Stiftung, Dr. med. Klaus Walter aus Aalen, hielt die Laudatio.

Hier finden Sie die Pressemeldung der Stiftung.

Eröffnung des Bundeskongresses 2017 in München

Podiumsdiskussion zur Eröffnung mit Vertretern de Politik aus Bund, Land und der Stadt München.

Es diskutieren unter Moderation von Dietmar Gaiser: Von rechts: Michael Schäfer (Vorsitzender BZÖG), Ute Teichert (Vorsitzende BVÖGD), Andreas Zapf (Präsident des LGL), Staatssekretär Lutz Stroppe (Bundesministerium für Gesundheit), Ruth Nowak (Amtschefin Bayrisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege), Stephanie Jacobs (Leiterin Referat Gesundheit und Umwelt der Stadt München), Caroline Herr (Präsidentin GHUP).

Vom 3. - 5. Mai 2017 fand 67. Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG in München statt, zusammen mit dem 7. LGL-Kongress und der 9. Jahrestagung der GHUP. Er steht unter dem Motto: "Gesundheit für alle", dieses alte Motto der WHO gewinnt an Aktualität. Der Öffentliche Gesundheitsdienst steht vor der Aufgabe, neue Bevölkerungsgruppen zu integrieren, soziale Ausgrenzung zu vermeiden und dabei möglichst bevölkerungsorientiert vorzugehen.

Es gab ein außerordentlich reichhaltiges Angebot an Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops. Dieses Angebot wurde ergänzt durch eine große Poster-Ausstellung mit wissenschaftlichen Postern aus allen Bereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und durch eine Kunstausstellung mit Bildern, die unter dem Eindruck der Flüchtlingsarbeit entstanden waren.
Die Themen und Handlungsfelder umfassen die Hygiene, Umweltmedizin und Prävention, die Psychiatrie, den Infektionsschutz und die Kinder- und Zahngesundheit. "Gesundheit für Alle" spielt aber auch eine Rolle im Gutachterwesen und in der Gesundheitsberichterstattung. Der Gemeinschaftskongress hatte die Rekord-Besucherzahl von über 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich engagiert an den Angeboten und Diskussionen beteiligten.

Mitgliederversammlung wählt Vorstand

Die Mitgliederversammlung des Ärzteverbandes Baden-Württemberg hat am 5. April 2017 für weitere drei Jahre den Vorstand bestätigt bzw. neu gewählt. Unsere Vorsitzende Brigitte Joggerst, sowie die stellvertretende Vorsitzende Karlin Stark und die Schriftführerin Antje Haack-Erdmann sind mit großer Mehrheit bestätigt worden, Christoph Bauer rückt als Schatzmeister für Bernhard Kiß nach, der nicht mehr kandidiert hatte.

Brigitte Joggerst dankte dem scheidenden Schatzmeister Bernhard Kiß herzlich für die langjährige engagierte Tätigkeit als Hüter der Finanzen und überreichte ihm ein kleines  Präsent als Dankeschön. (Leider wurde dieser denkwürdige Moment nicht im Bild festgehalten)

Auf dem Bild präsentiert sich der neue Vorstand:

Von links: Brigitte Joggerst, Karlin Stark, Christoph Bauer und Antje Haack-Erdmann

Fortbildung zur Interkulturellen Kompetenz im ÖGD und Mitgliederversammlung 2017 im LGA

Die Fortbildung am Vormittag behandelte das Thema: Interkulturelle Kompetenz im ÖGD, wir konnten Herrn Diplom-Psychologen Prof. Jan Kizilhan als Referenten gewinnen. (Es gab drei Fortbildungs-Punkte von der Ärztekammer.)

Hier ist der Einladungs-Flyer.

Herr Dipl. Psych. Prof. Jan Kizilhan beim Vortrag "Interkulturelle Kompetenz im ÖGD"

Fortbildung des Verbandes im LGA am 7. März 2017 zum Prostituiertenschutzgesetz und zur Einführung eines Elektronisches Meldewesen

Zwei Themen werden in der Veranstaltung im März 2017 behandelt: das Prostituiertenschutzgesetz und eine  Einführung eines Elektronisches Meldewesen (IfSG-Änderung). Für die Teilnahme gab es fünf Fortbildungspunkte.

Nach einem kurzen Überblick über das Prostituiertenschutzgesetz wurde der aktuelle Stand für  die Regelungen der gesundheitlichen Pflichtberatung erläutert. Ein mit dem Qualitätszirkel Sondersprechstunde Prostitution abgestimmter Entwurf eines Leitfadens wurde vorgestellt. 

Voraussichtlich im Sommer 2017 wird es erhebliche Änderungen im IfSG geben:  stufenweise wird ein elektronische Meldewesen eingeführt. Der aktuelle Gesetzentwurf wurde vorgestellt  und diskutiert.

Es ist uns gelungen, außerordentlich kompetente Referentinnen für die beiden Themen zu gewinnen. Der Vorstand des Ärzteverbandes Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg und die Vorsitzende Dr. Brigitte Joggerst freuten sich über das rege Interesse an der Veranstaltung!

Hier ist der Einladungsflyer

Stellungnahme zur Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie

Die Vorsitzende Dr. Brigitte Joggerst hat für den Verband eine Stellungnahme zur Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie gemäß § 20f SGB V im Land Baden-Württemberg verfasst.

Die Stellungnahme finden Mitglieder im internen Teil. Wenn Sie Probleme mit dem Zugang haben kann Ihnen Herr Walter aus Aalen weiterhelfen. (klaus.Walter (at) ostalbkreis.de)

Das Gesundheitsamt in fünf Stunden

Medizinstudent Tim Söhnlein

Das Gesundheitsamt in fünf Stunden - Eindrücke und Erfahrungen von einem Kurzpraktikum im Gesundheitsamt des Ostalbkreises

Es ist acht Uhr morgens und der Medizinstudent Tim Söhnlein betritt das erste Mal in seinem Leben ein Gesundheitsamt. Zu seinem Studium an der Universität in Leipzig gehört auch ein eintägiges, obligatorisches Praktikum zur Erkundung von Berufsmöglichkeiten für Mediziner außerhalb der traditionellen Gebiete wie Praxis oder Krankenhaus.

In den zurückliegenden Semesterferien war der Student aus Westhausen mit der Bitte um einen Praktikumsplatz an den Dezernenten des Gesundheitsamts des Ostalbkreises, Dr. Klaus Walter, herangetreten. Gerne war dieser bereit, in den von der Universität festgesetzten fünf Praktikumsstunden Tim Söhnlein interessante Einblicke in die umfangreichen Aufgabengebiete eines Gesundheitsamtes zu ermöglichen. So wurde der Famulus von ihm in den Räumen des Geschäftsbereichs Gesundheit des Landratsamts in Aalen freundlich begrüßt und bei einem ersten Rundgang den Kollegen vorgestellt.

Ein perfekt eingerichteter Zeitplan ermöglichte es dem Studenten, an einem Vormittag in alle drei Abteilungen des Amts hinein zu schnuppern. So durfte er zu Beginn bei der ärztlichen Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz für eine Förderschulgruppe an-wesend sein. Dann hospitierte der Praktikant beim amtsärztlichen Dienst, der sich an diesem Vormittag unter anderem mit einem Formulargutachten auf gesetzlicher Grundlage beschäftigte, bei dem es in einem persönlichen Gespräch um die Abklärung einer Behinderung ging. Der Bereich Jugend- und Zahngesundheit ermöglichte dem Famulus anschließend erste Einblicke in die Vorgehensweise der Einschulungsuntersuchungen. Seit 2015 fällt auch die erste ärztliche Inaugenscheinnahme von Flüchtlingen in der LEA in die Zuständigkeit des Gesundheitsamts. Eine Amtsärztin fuhr mit Tim Söhnlein zu einem Termin nach Ellwangen. Dort wurde ihm der Ablauf der ärztlichen Untersuchungen sowie die Röntgenabteilung erklärt. Ein begleiteter Rundgang über das Gelände der Landeserstaufnahmestelle rundete das Bild ab.

Rückblickend erinnert sich Tim Söhnlein an sein großes Erstaunen über die unglaubliche Menge von ärztlichen Aufgaben, die ein Gesundheitsamt abdecken muss. Zudem hat ihn das gute und konzentrierte Arbeitsklima unter den Kollegen des Gesundheitsamts beeindruckt. Er selbst sieht sich als Arzt eher im Tätigkeitsfeld eines Krankenhauses, möchte aber nach seinen rundum positiven Praktikumserfahrungen für die Zukunft auch den „Arbeitsplatz Gesundheitsamt“ nicht gänzlich ausschließen.

Öffentliche Ausschreibung KHK-Stiftungspreis 2017

Die Prof. K.H. Knoll-Krankenhaus-Hygiene-Kongress-Stiftung (KHK-Stiftung) schreibt für das Jahr 2017 einen Stiftungspreis von 7.000,-- € aus. Der Preis ist bei Bedarf teilbar. Prämiert werden innovative Arbeiten zur Verbesserung der Hygiene in Gesundheitseinrichtungen. Arbeiten aus den Jahren 2013 bis 2016 können eingereicht werden.

Informationen zum KHK-Stiftungspreis: Der Stiftungspreis 2017 ist mit einem Geldbetrag von 7.000,-- Euro versehen und kann bei gleichwertigen Arbeiten geteilt werden. Er wird beim BVÖGD-Bundeskongress in München 2017 verliehen. Die Bewerbung um den KHK-Stiftungspreis erfolgt durch Einreichung einer Dissertation, Diplomarbeit oder einer sonstigen Veröffentlichung, die in den Jahren 2013 bis 2016 erfolgte, oder einer noch nicht veröffentlichten Arbeit aus allen Fachdisziplinen zur Hygiene in Gesundheitseinrichtungen.

Einreichungen bitte bis 15.12.2016 per e-Mail. Kontakt für Antrag und weitere Infos: Dr. Klaus Walter, Aalen, Stiftungsvorsitzender, Dezernent für Gesundheit, Telefon: 07361 503 1150, e-Mail: klaus.walter(at)ostalbkreis.de

Der Link zu Ausschreibung auf der Seite http://khk-stiftung.de

http://khk-stiftung.de/derstiftungspreis/ausschrstiftungspreis/index.html

Länder wollen ÖGD stärken

Die Gesundheitsministerkonferenz appeliert an die Kommunen:
Der Öffentliche Gesundheitsdienst soll ein besseres Image und die Ärztinnen und Ärzte bessere Gehälter bekommen. 

Wir sind gespannt, ob dieser Appell - es ist ja nicht der erste - gehört und befolgt wird.

So zu lesen im Deutschen Ärzteblatt Jg. 113, Heft 27-28, 11. Juli 2016.

Herzlichen Dank - Bundeskongress Reutlingen erfolgreich beendet

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte mich auf diesem Weg bei allen bedanken, die den 66. Wissenschaftlichen Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG in Reutlingen vom 28.-30. April 2016 unterstützt haben.

Er lief prima, ich habe noch nie eine fachlich so gute Eröffnungsveranstaltung erlebt. Auch die anderen Schwerpunkte (NS-Zeit, Flüchtlinge quer durch alle Fachgruppen) waren gut und für die tägliche Arbeit sehr hilfreich. Wir haben uns über guten Besuch aus dem Sozialministerium sehr gefreut, zahlreiche Vertreter haben Frau Ministerin Altpeter begleitet.

Hier finden Sie die Rede von Frau Ministerin Katrin Altpeter.

Ein paar Highlights aus dem Ländle:

  • Das Poster "Erfahrungen beim Aufbau der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen in Baden-Württemberg" von Klaus Walter hat den ersten Posterpreis bekommen! Glückwunsch nach Aalen. Hier ist das Poster.
  • Gottfried Roller ist als Nachfolger von Winfried Straub in den Bundesvorstand gewählt worden; er ist Schriftführer. Damit ist Baden-Württemberg wieder auf Bundesebene vertreten. Glückwunsch nach Reutlingen und danke für die Übernahme dieser Aufgabe.
  • 21 von 83 Vorträgen des Kongresses stammen aus Baden-Württemberg;
    außerdem 31 von 75 Postern.

Herzliche Grüße
Brigitte Joggerst, Vorsitzende 

Falls jemand das Programheft anschauen will, hier geht's zum Download.

Ministerin Katrin Altpeter mit Karlin Stark und Brigitte Joggerst bei der Eröffnung

Justinus Kerner-Medaille 2016 an Edith Herzog und Dr. Klaus Walter

Von links: P.-J. Oertel, K. Walter, E. Herzog, U. Teichert (Vorsitzende BVÖGD), B. Joggerst

Bei der Mitgliederversammlung 2016 des Ärzteverbandes Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg wurde die Justinus Kerner-Medaille verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung, die der baden-württembergische Ärzteverband vergeben kann. Geehrt wurden Frau Edith Herzog und Herr Dr. Klaus Walter. Beide sind im Gesundheitsamt Ostalbkreis in Aalen tätig, als Dezernent für Gesundheit bzw. als Dezernats-Sekretärin. Die LaudatorInnen würdigten das große Engagement beider für den ÖGD auf Landes- und Bundesebene als perfektes Team, das die Entwicklung des Ärzteverbandes über fast zwanzig Jahre vorangetrieben hatte und so über viele Jahre die Geschicke des ÖGD geleitet und begleitet hatte.

Man merkte der Bundesvorsitzenden Dr. Ute Teichert und Laudatorin von Edith Herzog an, dass sie an gemeinsam organisierte Kongresse und Veranstaltungen mit Freude zurückdachte. Als herausragend beschreibt sie die organisatorischen Fähigkeiten von Edith Herzog, ihre verlässlichen Planungen und deren perfekte Umsetzung. Ihr Einsatz für den Bundeskongress im Jahr 2000 in Schwäbisch Gmünd ist unvergessen und gerade in diesem Jahr, in dem der Kongress nach 16 Jahren wieder nach Baden-Württemberg zurückkehrt, der besonderen Anerkennung wert. Während der Zeit des Bundesvorsitzes war sie die Ansprechpartnerin für die Landesverbände, bei der alle Fäden zusammenliefen.

„Die Medaille, die Du oft selbst verliehen hast, kommt heute wie ein Bumerang zu Dir zurück!"
Dr. Peter-Joachim Oertel hält als langjähriger Wegbegleiter die Laudatio auf Klaus Walter. Nach dem Studium in Freiburg bis 1981 trat Walter 1983 in den öffentlichen Gesundheitsdienst im Gesundheitsamt Karlsruhe ein, absolvierte 1985 den Amtsarztkurs in München, 1987 die Führungsakademie Baden-Württemberg und leitet seit 1989 das Gesundheitsamt in Aalen. In der Zeit von 1993 bis 2001 und von 2011 bis 2014 war er Vorsitzender des Landesverbandes und leitete den Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. von 2001 bis 2010. Er vertrat die Interessen der „Ärzte im Öffentlichen Dienst" als stellv. Vorsitzender im Ausschuss der Bundesärztekammer, ist Mitglied im Beirat in verschiedener Zeitschriften und unersetzlicher Gestalter der verbandseigenen Homepage.

Vieles musste neu strukturiert und aufgebaut werden. Hierfür war Klaus Walter der richtige Mann, pragmatisch und zielorientiert. Unter anderem ist sein herausragendes Engagement in der Gremienarbeit zu nennen. Man kennt ihn als ausgleichende und einigende Person, dabei neuen Entwicklungen gegenüber immer aufgeschlossen (stellvertretend sei hier sein Eintreten für die Telemedizin genannt) und in jede Richtung gesprächsbereit. Auch die Umstrukturierung des Ärzteverbandes fällt in seine Amtszeit. Oertel schließt mit den Worten: „Habe Dank für Deine Arbeit, aber denke nicht, dass Du dem ÖGD nun den Rücken zukehren kannst. Denn auch jetzt steht wieder ein Richtungswechsel an, bei dem wir auf Deinen Rat und Deine Begleitung angewiesen sind."

Die Justinus Kerner-Medaille wurde in diesem Jahr zweimal vergeben, für ein zusammen unschlagbares, sich gegenseitig ergänzendes Gespann für seine Verdienste um den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Baden-Württemberg.